WAS GEHT AB?

08.04.2020

MUSIK

SCHAUSPIEL

Great Balls Of Fire! – Die Jerry Lee Lewis Story

Ein musikalischer Solo-Abend von und mit Justin Hibbeler

Der Wanderprediger fiel auf die Knie, lobte den Herrn und ließ auch seine Tränen fallen. Das alte Testament bedeutete schließlich noch was in Louisiana, als der Teufel in Vinyl um die Häuser zog. Die lodernden Geschichten von Sünde und Erlösung kommen aus Radio und Bibel: sie schlagen Funken in gebietender Predigt und lockendem Pop. Ein verlorener Sohn, Jerry Lee Lewis, stürmt aus der tiefsten Provinz ins nationale Rampenlicht, heiratet heimlich seine 13-jährige Cousine und wird verdammt. Jahre später beobachtet ein Nachtwächter von Graceland nervös, wie sich ein 76er Lincoln Continental schnarrend durch den Kies der Zufahrt gräbt und nach einer letzten Beschleunigung das Tor rammt. Der Fahrer ruft mit einer Stimme ebenso schallenden Chroms: „I want to see Elvis! Just tell him, the killer’s here.“… // mehr

11.04.2020

MUSIK

WORKSHOP

Du singst, spielst Gitarre, Klavier oder ein anderes Instrument? Du hast Ideen, (halb)fertige Lieder, Texte oder einfach Lust, Songwriting zu lernen und suchst Verbündete für die gemeinsame, kreative, musikalische Arbeit?

Zum 7. Mal veranstaltet das Oldenburger Universitätstheater den Songwriting-Workshop „OUTstanding“. Ob Anfänger*in oder Fortgeschrittene*r – hier tauschst du auf Augenhöhe mit anderen Leuten Ideen und Erfahrungen aus und schreibst und arrangierst deine eigenen Texte und Lieder.

Termine: 11.04., 09.05., 21.05., 30.05., 06.06.,
jeweils von 11:00-17:00 im Unikum, Campus Uhlhornsweg

Einmaliger Teilnahmebeitrag: 50 Euro

Schreibe bei Anmeldungswunsch/Interesse (auch wenn Du nicht an allen Terminen teilnehmen kannst) eine Email an: christian.frerichs[at]gmx.de

15.04.2020

KINO

Auf den staubigen Straßen Lesothos: Eine junge Frau trägt ein Holzkreuz auf dem Rücken, begleitet von den neugierigen Blicken der Bevölkerung. Sie wirft einen Blick zurück: Auf die vielen Gesichter, Schafsherden, strickende Hände, die gedrängte Stadt. Die Bilder, gefüllt mit religiösen Symbolen, werden über eine knisternde Radiostimme aus dem Off begleitet. Diese erzählt die Chronik einer sich radikalisierenden Trauer. Die zunächst persönliche Auseinandersetzung des Erzählers mit dem Wandel seiner Mutter, welche sich nach und nach immer dogmatischer dem christlichen Glauben hingibt, verlagert sich auf die Gesamtperspektive auf das Lesotho, zerrissen von Perspektivlosigkeit, Religion und kulturellen Kämpfen. Abschließend widmet sich der Erzähler dem Exil in Berlin und dem schmerzhaften Vorgang, das Land aus der europäischen Perspektive zu betrachten.

In beeindruckenden Bildern, gefüllt mit religiösen Symbolen, vollzieht der Regisseur wütend seine Lossagung von seinem Herkunftsland. Dabei wechselt er zwischen seiner persönlichen Geschichte und der von Lesotho und berührt fließend Themen wie die Wirkmächtigkeit von Religion, die in die Gegenwart hineinragende Kolonialgeschichte und Problemen einer Identität, welche geprägt ist vom Aufwachsen in einer zerrissenen Gesellschaft und der verhinderten Zugehörigkeit im Berliner Exil.

Der Regisseur stellt den Film vor und wird anschließend für ein Q&A bereitstehen!

16.04.2020

THEATER

Wir läuten die neue Spielzeit traditionell mit dem „WatchOUT“ ein, einer Vorschau auf das Programm dieses Semesters. Alle Stücke, die in den kommenden Monaten gezeigt werden, stellen sich mit kurzen Auszügen vor.
Doch damit nicht genug: so kurz vor Halloween darf es auch düster, schräg und angenehm gruselig werden. Im Anschluss an die Programmvorschau feiern wir das Kürbisfest mit Spielen, einem Kostümwettbewerb und Vielem mehr – lasst Euch überraschen!

Alle Gäste, die unsere Veranstaltung im Kostüm besuchen, erhalten ein Freigetränk

18.04.2020

SCHAUSPIEL

THEATER

Ein Zimmer voller wertloser Schätze und Erinnerungen an eine unheilvolle Schneeballschlacht: Viel mehr als das scheint das Leben für Margarete und ihren Bruder
Valentin nicht zu bieten zu haben. Doch es ändert sich etwas und das einzige, was Margarete je etwas bedeutet hat, droht ihrem Griff zu entfliehen. Sie beschließt – nicht zum ersten Mal – das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Isolation, Intrigen und eine Sucht, die stärker ist als jede Droge, bestimmen das Leben dieser verlorenen Kinder der Nacht.

22.04.2020

KINO

Es hätte alles so einfach sein können, hätte sich jeder an den Plan gehalten. Charlie, ein erfolgloser Autor, hat seinen ersten Tag im Callcenter, wo er auch gleich Gus kennen lernt. Dieser erzählt ihm am Abend von seinem ach so einfachem Plan den Reverend zu erpressen.  Eine volle Bar ist aber nicht der richtige Ort diese Art von Geschäft geheim zu halten und kurz darauf ist die ehemalige Miss Teen Oklahoma Josie mit von der Partie. Der einfache Plan ist bald vergessen und im darauffolgenden Chaos wimmelt es von Serienmördern, Polizisten und dem FBI…

„Big Nothing“ zählt zu meinen persönlichen Favoriten, Grund dafür ist – neben der stimmigen Musikauswahl, der einzigartigen Kameraführung und der großartigen Chemie der Charaktere – der Plot, der die einfache Formel „ein Missgeschick zieht immer weitere, größere nach sich“ sehr effektiv anwendet, während er gleichzeitig makabren schwarzen Humor aufweist. Wer Filme, wie „Snatch – Schweine und Diamanten“, „Smokin‘ Aces“ oder „Lucky Number Slevin“ mochte, sollte sich „Big Nothing“ nicht entgehen lassen.

“Tense, cruel and hilariously absurd all at once, it may, as its title suggests, not add up to so very much, but it is a deliciously entertaining journey into the night which, at under 90 minutes, never overstays its welcome.”  Anton Bitel, musicOMH.com